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Privater, politisch unabhängiger Presse-Blog zum Thema Osteuropa und Russland
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THEMEN UND LINKS IM AUGUST 2020

BELARUS OHNE LUKASCHENKO !
RUSSLAND OHNE PUTIN !
Die Weissrussen kämpfen heldenhaft und angstlos dafür,
um sich vom "letzten Diktator Europas" zu befreien
Der postsowjetische Raum als Zone von Gewalt, Verbrechen, Unterdrückung,
Lügen, staatlicher Willkür, Recht- und Gesetzeslosigkeit.
Korruption, illegaler Handel, Justizwillkür, Menschenrechtsverletzungen,
Gewalt und Mord sind integrale Bestandteile des "Geschäftsmodells" dieser Pseudostaaten.
Muss Russland als kriminelles System betrachtet und müssen seine
politischen Vertreter vom Westen entsprechend behandelt werden?


Eilmeldung (28.8.): Ungarn schliesst Grenzen per 1. September wegen Corona
- Ungarn schliesst am 1. September seine Grenzen wegen steigender Corona-Zahlen

Eilmeldung (24.8.): Aleksej Navalnyj wurde vermutlich vergiftet, ist aber ausser Lebensgefahr
- MID schiebt Verantwortung für Novitschok NATO und dem Westen zu (russ.)
- Grigorij Javlinskij hält Putin für den Giftanschlag auf Navalnyj für politisch und persönlich verantwortlch (russ.)
- Charité: Deutschland ist im Fall Navalnyj für Sanktionen gegen Russland bereit  II (russ.)
- Charité: Zustand Navalnyjs ist "unverändert ernst"  II
- Das bittere Schicksal der Kreml-Kritiker in Russland
- Auch der kritische Moskauer Politologe Kolesnikov geht davon aus, dass Navalnyj von Geheimdienstleuten vergiftet wurde
- Russische Generalstaatsanwaltschaft sieht keinen Grund für Strafverfahren im Fall Navalnyj
-
NATO und Europarat fordern Aufklärung im Fall Navalnyj
- Die bulgarische Parallele
- Die Botschaft, die der Kreml an alle Gegner sendet: In Russland kann niemand sicher sein
- US-Aussenminister zeigt sich "tief besorgt" im Fall Navalnyj
- Duma-Sprecher Wolodin beauftragte den Sicherheitsausschuss, die Situation rund um die Vergiftung Navalnyjs als
mögliche Provokation des Auslands zu analysieren, "um Spannungen innerhalb Russlands zu erzeugen", berichtet Interfax (russ.).

- Um was für ein Gift handelte es sich, welche Medikamente können helfen und mit welchen gesundheitlichen Schäden ist zu rechnen  II
- Kreml wirft deutschen Ärzten voreilige Giftdiagnose vor
- Mordanschläge gegen Kritiker des Kremls - Spuren der Gewalt ohne Ende unter Putin  II
- Merkel und EU fordern lückenlose Aufklärung des Falls Navalnyj
- Omsker Ärzte deuten "Fehler" an (russ.)
-
Charité findet Hinweise auf Vergiftung Navalnyjs - Giftanschlag höchstwahrscheinlich  II (engl.) III (russ.)  IV

- Geheimdienst verfolgte Navalnyj in Sibirien auf Schritt und Tritt  II (russ.)  III (russ.)
- Interview mit Vladimir Kara-Murza, selbst Opfer von russischen Giftmordanschlägen

 Eilmeldung (22.8.): Aleksej Navalnyj in der Charité in Berlin eingetroffen
- Navalnyj wird in Berlin untersucht und behandelt
- Kampf um Leben und Wahrheit - wie wertvolle Zeit vergeudet wurde  II

Eilmeldung (20.8.): Aleksej Navalnyj liegt im Koma in Spital in Omsk
War es wieder ein Giftmordanschlag und steckt der Kreml dahinter?
- Navalnyjs Flugzeug ist in Omsk abgeflogen und nach Deutschland unterwegs  II  III (russ.)

-
Navalnyj von Spital zum Flughafen Omsk gebracht
- Polizei und Geheimdienst übernahmen Kontrolle über Spital in Omsk - Frau Navalnyjs musste ausgerechnet Putin um Ausreise bitten
- Navalnyj darf jetzt offenbar doch ausgeflogen werden  II (russ.)  III
- USA erwägt Konsequenzen für Moskau, sollte der Kreml an der Verschlechterung der Gesundheitszustands Navalnyjs beteiligt gewesen sein (russ.)
-
Deutsche Ärzte halten Navalnyj für transportfähig
- Ein Polizist des Omsker Spitals sagte, dass sich im Körper Navalnyjs ein tödlicher Stoff befindet (russ.)
- Russen verweigern vorerst Freigabe Navalnyjs an deutsche Ärzte, denn Navalnyj sei nicht transportfähig  II
- Widersprüchliche Angaben zum Gesundheitszustand Navalnyjs
- Auf dem Roten Platz in Moskau wurden Navalnyj-Demonstranten festgenommen (russ.)
- Flugzeug aus Deutschland holt Navalnyj in Omsk zur Überführung in die Charité ab
- Merkel fordert rasche Aufklärung im Fall Navalnyj
- https://www.derbund.ch/kreml-kritiker-nawalny-wurde-moeglicherweise-vergiftet
- https://www.tagesschau.de/ausland/russland-nawalny.html
-
https://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-kremlkritiker-alexej-nawalny-im-koma-wurde-er-vergiftet
- https://www.vesti.ru/article/2447074 (russ.)  II
- https://tvrain.ru/teleshow/here_and_now/vrach_navalnogo
- https://www.vedomosti.ru/v-kremle-prokommentirovali-gospitalizatsiyu-navalnogo
- https://tvrain.ru/news/sostojanie_navalnogo_obsudjat_na_konsiliume_s_uchastiem_spetsialistov
- Navalnyj trank den Tee in Tomsk
- Mit welchen Mitteln Putin Navalnyj aus dem Verkehr ziehen wollte
- Navalnyj ist lästig und gefährlich für den Kreml
- https://twitter.com/kira_yarmysh?lang=de

In den Nachrichtensendungen des russischen Staatsfernsehens wurde das Thema übrigens verschwiegen.
(Ausser auf der Website vesti.ru)

- Internetzensur und Überwachung in Russland. Ein Bericht von Reporter ohne Grenzen (2019, pdf 80 S.)



Aufstand in Belarus (Weissrussland): Wahlkommission verkündet
Wahlsieg von Lukaschenko - Tichanovskaja anerkennt seinen Sieg nicht

Nach einem emotionalen und hoffnungsvollen Wahltag und einer gewaltsamen Nacht in Belarus hat die Wahlleitung Machthaber Alexander Lukaschenko zum Wahlsieger erklärt. Er soll über 80 Prozent der Stimmen erhalten haben. Gegenkandidatin Svetlana Tichanovskaja kam demnach nur auf ca 10 Prozent. Bei den Nachwahlbefragungen am Abend war der Prozentsatz noch 6,8 gewesen. Die drei anderen Kandidaten erhielten zusammen etwas über 4 Prozent. Tichanovskaja hält sich für die eigentliche Gewinnerin der Wahl. Über 3000 Demonstranten wurden festgenommen, unter ihnen auch etwa 60 Beobachter und Journalisten, auch russische. OSZE-Wahlbeobachter und ausländische Pressevertreter waren nicht eingeladen worden. In Belarus waren 6,8 Millionen Bürger und Bürgerinnen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung soll über 80% betragen haben.

Svetlana Tichanovskaja war für ihren verhafteten Mann, der als Gegenkandidat von Lukaschenko kandidieren wollte, eingesprungen. Quasi symbolisch führte sie das Frauen-Triumvirat an, das den weissrussischen Machthaber, der sein Land seit 26 Jahren als Autokrat mit einserner Faust regiert, herausfordern wollte. Am Tag nach der Wahl kündete sie an, eine Niederlage nicht anerkennen zu wollen und warf der Führung des Landes vor, mit Gewalt an der Macht bleiben zu wollen. Die Oposition wirft der Regierung Wahlfälschung vor. Unabhängige Erhebungen im Ausland kamen zu einem anderen Wahlergebnis als die staatlichen Stellen. Demnach soll Tichanovskaja 71 Prozent geholt haben, während Lukaschenko nur auf etwa 10% der Stimmen kam. Nach der Wahl am 9.8. waren Tausende Menschen in der Hauptstadt Minsk und 32 anderen Städten auf die Strasse gegangen. Staatsmedien hatten zu diesem Zeitpunkt den Wahlsieg Lukaschenkos bereits verkündet. Die Polizei setzte massiv Wasserwerfer, Tränengas und Blendgranaten ein und liess die Armee anrücken. Die Livebilder konnten im Internet verfolgt werden. Nach offiziellen Angaben sollen 3000 Menschen festgenommen worden sein. Das weissrussiche Internet wurde lahmgelegt, so dass nur wenige Informationen aus diesem Land nach aussen dringen. Auch der Mobilfunk ist gestört. Zu den ersten Staatschefs, die Lukaschenko zum Sieg gratulierten, gehörten Russlands Präsident Vladimir Putin, Tschetscheniens Machthaber Ramzan Kadyrov, der türkische Präsident Erdogan und Chinas Staatschef Xi Jinping sowie Lukaschenkos Freunde aus den postsowjetischen Staaten "Eurasiens". Der russische Politologe Leonid Gozman befürchtet eine militärische Intervention Russlands, denn eine "Integration" Weissrussland in die Russische Föderation möchte Putin schon lange verwirklichen. Diese scheiterte offenbar am Widerstand Lukaschenkos, der vermutlich keine untergeordnete Rolle in einer solchen Föderation spielen möchte. Russische Manöver an den Grenze zu Belarus wurden bisher aber keine beobachtet. Auch den Ausnahmezustand hat Lukaschenko bisher nicht ausrufen lassen.

Am 3. Tag nach der Wahl macht die Berichterstattung über Weissrussland den Eindruck, dass das Lukaschenko-Regime dabei ist, den Aufstand mit den bewährten Methoden der Gewalt niederzuschlagen. Ein zugeschalteter Hörer von "Doschd" aus Homel befürchtet die totale Demoralisierung der Aufstandsbewegung und eine massenhafte Auswanderung von Weissrussen aus Belarus.

Bei der Niederschlagung des Volksaufstands gehen die OMON-Polizeikräfte mit äusserster Gewalt gegen die Demonstranten vor. Das Videomaterial existiert in grossem Umfang und könnte bei einem Prozess gegen Lukaschenko, dem schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden müssen, verwendet werden.

Am 13.8. bildeten weissgekleidete Frauen Menschenketten in den Strassen von Minsk und wurden von hupenden Fahrzeugen begrüsst. In mehrere Fabriken traten die Arbeiter in den Streik. Nach Angaben der weissrussischen Behörden wurden bis zu diesem Tag 6700 Personen verhaftet. Dabei wurden die "Häftlinge" wie in einem Konzentrationslager der Nazis geschlagen. Die Wärter in den Gefängnissen hätten sich wie wilde Tiere und Sadisten verhalten. Amnesty International spricht von systematischer Folter.

Nun hat nach offiziellen Angaben die Regierung in Minsk unerwartet die Freilassung hunderter Demonstranten angeordnet. Bis zum Abend des 13.8. seien "mehr als tausend Menschen freigelassen worden", sagte Parlamentschchefin Kotschanowa im Staatsfernsehen. Die Bedingung ihrer Freilassung sei gewesen, dass sie nicht mehr an "nicht genehmigten Demonstrationen teilnehmen". Innenminister Jurij Karajew hat sich zudem für die Polizeigewalt gegen "Passanten" entschuldigt. Präsident Lukaschenko habe eine Untersuchung angeordnet, um "allen Fällen von Inhaftierung auf den Grund zu gehen". Ob das Regime die Demonstranten mit diesen Zugeständnissen besänftigen kann, ist fraglich. Nichtsdestotrotz gingen die Proteste gegen das Wahlergebnis in die fünfte Nacht. Das Lukaschenko-Regime macht indessen keine Anstalten, sich dem Druck der Öffentlichkeit und des Auslands zu beugen. Solange diess Regime an der Macht bleibt, wird sich in Belarus wohl keine befredigende, v.a. demokratische Lösung abzeichnen.

Offenbar hat Lukaschenko in einem Telefongespräch mit Putin indirekt um Hilfe angefordert. Allgemein wid spekuliert, dass der Kreml sich davor hüte wird, in Belarus offen zu intervenieren wird, dass die Hilfs- und Abwehrmassnahmen zugunste des Lukaschenko-Regimes jedoch subtiler sein könnten. Aber was bedeutet: "Beide Seiten hätten sich zuversichtlich gezeigt, dass die Probleme bald gelöst seien, teilte der Kreml mit." Eine Einmischung Russlands in Belarus würden die Beziehungen des Westens mit Moskaus bestimmt erheblich verschlechtern. Ob in Putins Kalkül einer Hilfe an Lukaschenko jedoch realistisch ist, ist höchst fragwürdig, denn der widerspenstige weissrussische Staatschef hat in der Vergangenheit die Föderationspläne Putins systematisch vereitel. In Weissrussland scheint niemand ernsthaft an eine militärische Intervention Russland zu glauben.

Obwohl Lukaschenko verzweifelt versucht, sich mit der Unterstützung der Silowiki und seiner Klientele an der Macht zu halten, dürfte seine Zeit als Staatschef Weissrusslands abgelaufen zu sein. Es bleiben die Fragen, wann er abtreten wird und ob es noch eine überraschende Wende des Konflikts gibt, die durch einen Trick Lukaschenkos und Putins (im Hintergrund) zu Gunsten der Machtelite herbeigeführt wird. Polizei und Militär sind jedoch weitgehend von den Strassen verschwunden.

Von der Seite des Regimes wurden die Demonstranten als "Ratten" (Lukaschenko), "Faschisten" (Verteidigungsministerium) und Agenten des Westens beschimpft. Obwohl Russland sich in der Krise bisher zurückhielt, siganlisierte der Kreml, dass er das Regime in Minsk unterstützt und die Opposition verabscheut. Aussenminister Sergej Lavrov, ein ziemlich scharfzüngiger, vulgärer und frecher "Diplomat", warnte vor ukrainischen Zuständen und der Gefahr der "Belorussisierung des Landes durch eine künstliche Sprache". Er spielte dabei auf die weissrussische Sprache an, die in Weissrussland traditionell schwach ausgeprägt ist und vom Russischen komplett übervorteilt und beinahe ganz verdrängt wird.

Das Regime Lukaschenkos ist im Prinzip am Ende. Die Proteste wurden vom Volk eindrücklich fortgesetzt und sind weder von der Polizei noch vom Militär niedergeschlagen worden, trotz wüsten Drohungen von Seiten Lukaschenkos. Ihm selbst dürfte nur eine vernüntige Option übrig bleiben: Aufzugeben und das Land zu verlassen. Was danach geschehen soll, ist alles andere als klar. Vermutlich wird die Präsidentschaftswahl wiederholt und eine neue Regierung eingesetzt. Wenn alles friedlich vonstatten geht.

Sicher ist es ein grober Fehler Lukaschenkos, den Dialog mit der Opposition zu verweigern. Es ist aber auch zu befürchten, dass am Ende Lukaschenkos Rechnung aufgehen könnte, weil die Opposition sich niicht durchsetzen kann und die Demonstranten aus Frustration und Resignation aufgeben könnten. Die Situation in Belarus des Jahres ist nicht ganz mit der Entwicklung in der DDR und in anderen kommunistischen Ländern des Jahres 1989 zu vergleichen. Damals geriet ein ganzes Weltsystem ins Wanken und kollabierte schliesslich. Heute gibt es ein starkes Russland, das Lukaschenko unterstützen und halten will. So gesehen befindet sich sowohl Lukaschenko wie auch die Opposition in einem Dilemma. Es ist im Moment völlig unklar, wie es in Weissrussland weitergehen soll. Unklar ist auch, ob Putin Lukaschenko halten wird oder fallen lässt. Sollte Putin Weissrussland nicht "aufgeben" wollen und sollten die Proteste noch länger anhalten, könnte der Konflikt mit der Opposition und den protestierenden Menschenmassen in Belarus noch länger dauern.

- Eine fachliche Einschätzung    - Eine weitere Einschätzung

https://tvrain.ru    https://belsat.eu/en  II    https://www.tut.by    https://www.belta.by
Website von Vjasna   https://www.nashaniva.by

Die drei "Anführerinnen" des weissrussischen Aufstandes machen einen sehr guten, intelligenten, natürlichen, gefassten, kompetenten  und diplomatisch versierten Eindruck
- Svetlana Tichanovskaja (Cichanouskaja)
- Maryja Kolesnikova (Kalesnikawa)
- Veronika Cepkalo
- Auch diese Frauen stellen sich Lukaschenko entgegen
- Das weibliche Gesicht der Revolution
- Die Schwäche der drei weissrussischen Ikonen

Diese politisch noch unerfahrenen AktivistInnen denken darüber nach und diskutieren, wie man ein Weissrusland nach Lukaschenko gestalten könnte. Ob sie dabei von den zynischen Machtpolitikern in Minsk und Moskau bei diesem Vorhaben gestört werden, ist noch nicht abzusehen. Der Kreml betrachtet Weissrussland als seine Einflusszone, die er wohl nicht so schnell aufgeben wird.

Alle wichtigen Handlungen rund um die Belarus-Krise werden unverzüglich per Video festgehalten und im Internet veröffentlicht.

- Proteste in Weissrussland/Belarus 2020 (Wikipedia)

Inzwischen sind auch in Chabarovsk die Protest wieder aufgeflammt. Die Menge schreit u.a. "Es lebe Belarus", "Putin ist ein Dieb" und zeigt Losungen wie "Russland ohne Putin", "Stoppt die Repression" sehen.

Hyperlinks dazu:

- Lukaschenko denkt über Veränderungen und Reformen nach  II (russ.)
- Marija Kolesnikova und Stab von Viktor Babariko kündigen Gründung von Partei oder Bewegung an (russ.)
- Kürbisse als Geschenk der Frauen für Lukaschenko  II
- Friedensmarsch und Panzer in Minsk zum 66. Geburtstag Lukaschenkos (live TV Doschd)  II III IV V (weissruss.)
- Lukaschenko und Putin telefonierten wieder miteinander (russ.)  II (russ.)
- Interview mit Putin über die Situation in Belarus - Putin bestätigt Pflicht Russlands, Belarus im Falle einer Bitte aus Minsk Hilfe zu leisten   Vergleiche mit Ungarn 56 und CSSR 68 drängen sich auf (29.8., russ.)
- Polizei nahm 7000 Personen fest und massives Vorgehen gegen Journalisten
- Massenprotestmarsch weissrussischer Frauen in Minsk trotz Demonstrationsverbots  II  III
- Wie für das Ausland arbeitende Fernsehteams in Minsk von den Behörden schikaniert werden  II (russ.)
- OSCE Chairperson-in-Office Edi Rama offers to facilitate dialogue in Belarus
- OSZE verurteilt Menschenrechtsverletzungen in Belarus
- Polen warnt Russland vor militärischer Intervention in Belarus
- EU-Aussenminister bereiten Einführung von Belarus-Sanktionen vor
- Wieder Hunderte Festnahmen in Belarus  II (russ.)
- Kiev unterbricht alle politischen Kontakte mit Minsk (russ.)
- Offenbar wieder zahlreiche Festnahmen in Belarus, von denen etwa 20 Journalisten betroffen sind  II (russ.)
- NATO-Stoltenberg mahnt Russland zur Achtung der territorialen Integrität von Belarus

- Интервью со Светланой Тихановской — о переговорах с Лукашенко и роли России
- Interview mit Putin über die Entwicklung in Belarus (27.8., russ.)
-
Putin zündelt mit Reserve-Polizeitruppen für Belarus - und der Koordinierungsrat reagiert  II  II (russ.)
- Interview mit dem litauischen Aussenminister
- Interview m Marija Kolesnikova
 Maas droht Führung in Belarus mit Konsequenzen

- Aussenpolitische Kommission des Schweizer Nationalrats verurteilt Repression in Belarus  II
- Auch Stadler-Rail-Mitarbeiter nahmen an Demonstrationen teil  II  III  IV
- Oberster Gerichtshof von Belarus weist Beschwerden über die Nichtanerkennung der Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen zurück. (russ.)
- 2 Mitglieder des Koordinierunsrats für 10 Tage festgenommen (russ.)
- Wieder Demonstraten in Minsk abgeführt (russ.)
- Jetzt wurde auch Svetlana Alexievitsch zum Verhör eingeladen (russ.)
- Russland will Belarus Militärtechnik liefern (russ.)
- Kreml warnt Belorus vor "Abnabeln von Russland"
- Putin warnte in einem Telefongespräch mit Charles Michel von "kontraproduktiver Einmischung" in Belarus (russ.)
- Lukaschenko telefonierte wieder mit Putin (russ.)  II (russ.)
- Lukaschenko lässt zwei Mitglieder des Koordinierungsrats der Opposition festnehmen und bezeiechnet das Gremium als illegal
- Lukaschenko entliess weissrussischen Botschafter in der Slowakei, der die Proteste unterstützt hatte (russ.)
- Sprecherin Ejsmont: "Der Präsident arbeitete den ganzen Tag im Palast der Unabhängigkeit und kontrollierte die Situation (von der Luft aus)" (russ.)
- Weissrussischer Verteidigungsminister bezeichnet Demonstranten als "Faschisten" (russ.)  II (russ.)  III (russ.)
- Weissrussisches Verteidigungsministerium drohnt Demonstranten mit Einsatz der Armee (russ.)
- Lukaschenko dankt Sicherheitskräften
- Lukaschenko bezeichnet Demonstranten als "Ratten"
- Lukaschenko wurde mit schusssichteren Veste und Kalaschnikow gesehen (russ.) (Der Mann in Kampfmontur neben ihm war sein Sohn)
- Lavrov verurteilt das Programm der weissrussischen Opposition und spricht von der Gefahr der "Belorussisierung durch eine künstlichen Sprache" (russ. s. ab Min. 30)  II
- Grossdemonstration gegen Lukaschenko in Minsk am 23.8. II  III (russ.)  IV (russ.)  V (russ.) VI
- Russlands Aussenminiter kritisiert weissrussische Opposition
- Erzbischof von Vilnius kündigt Menschenkette zur weissrussischen Grenze und bis Minsk für 23.8. an  II
- Tichanowskaja und ihr Ehemann wollen bei eventueller Neuwahl nicht kandidieren
- Opposition ruft zu weiteren Protesten und Streiks auf  II
- Opposition will Wahl annullieren lassen - Massenprotest in Minsk am 21.8.
- Лукашенко назвал Путина другом и поблагодарил
- Лукашенко пообещал в ближайшие дни «решить проблему» в Белоруссии
- Lukaschenko tritt mit Uniform in Grodno auf (russ.)  II (russ.) III (russ.)  IV (russ.)  V
- Митинг в поддержку Лукашенко в Гродно  II (russ.) 
- Lukaschenko befahl Schliessung aller bestreikten Unternehmen (russ.)
- Tichanowskaja ruft zu neuen Streiks in Belorus auf  II (russ.)
- Weitere Oppisitionelle festgenommen und verhört  II
- Александр Лукашенко посещает агрокомбинат «Дзержинский»  II (russ.)  III (russ.)  IV (russ.)
- Estland und Lettland führen Sanktionen gegen weissrussische Bedienstete ein (russ.)
- Lukaschenko will nicht "nach Pfeife" von Koordinierungsrat der Opposition "tanzen"
- Erläuterungen Lukaschenkos vom 20.8. (russ.)
- "Auslandsjournal" über die Situation in Belorus
- Tag 11 (russ.)
- Die Zeit läuft gegen die Opposition
- Лукашенко утвердил cостав нового правительства
- 60 минут von RTR vom 19.08. über die aktuelle Entwicklung in Weissrussland (Achtung: bei dieser Sendung handelt es sich um eine russische Hetz- und Desinfomations-Talkshow)
- Erläuterungen Lukaschenkos vom 19.8. (russ.)
- Lukaschenko kritisiert EU und will die Proteste in Minsk mit Gewalt beenden
- Staatsanwaltschaft emittelt gegen Rat der Opposition
- Lukaschenko will Strafanzeige gegen die Oppositinsfhrer erstatten
- Lukaschenko erteilt Instruktionen an Verteidigungs- Aussen- und Innenministerium und an Stasi sowie an Massenmiedien und Regierung
- Erläuterungen Lukaschenkos vom 18.8. (russ.)
- Lukaschenko vergleicht protestierende Arbeiter mit der Gestapo  II (russ.)  III (russ.)
- Лукашенко пообещал разогнать координационный совет оппозиции
- Lukaschenko beschimpft und droht der Oppositionsbewegung
- Лукашенко назвал Координационный совет "черносотенцами"
- Умер раненый во время протестов в Бресте
- Weissrussischer oppositioneller Koordinationsrat tritt zusammen (russ.)  II (russ.)  III (russ.)  IV (russ.)  IV
- EU-Staaten anerkennen an Sondergipfel Belorus-Wahl nicht
- Tichanovskaja wendet sich aus Litauen per Video an die EU

- Opposition fordert von der EU-Nichtanerkennung der Wahl
- Lavrov weist erstmals auf Mängel bei Wahl hin
- Lukaschenko lässt Amee an Westgrenze in Gefechtsbereitschaft versetzen
- Strafanzeigen wegen der Polizeigewalt - noch immer 4000 Menschen in Haft
- Trump: Situation in Belarus ist "schrecklich" und warnt Russland vor Einmischung
- Bilder von der Dimension der Demonstrationen
- Offenbar gab es zwei Todesopfer im Zusammenhang mit den Protesten (russ.)
- 76 Personen werden nach den Protesten als vermisst gemeldet (russ.)
- Direktor des Theaters "Janka Kupala" wegen Unterstützung der Proteste entlassen  II (russ.)

- Der Protest in Belarus ist ein anderer als in der Ukraine
- Wie Lukaschenko Zeit gewinnen will
- Die Stützen des Lukaschenko-Regimes  II
- Lukaschenko ist offenbar doch zu Zugeständnissen bereit  II
- Auch Staatsfernsehen wird bestreikt
- Lukaschenko lässt sich per Helikopter in bestreikte Fabrik einfliegen  II ( engl.)  III (russ.)  IV (russ.)   IVa (russ.)  IVb (russ.)  IVc (russ.)  V (russ.)  VI V
- Svetlana Tichanovskaja ist bereit "nationale Leaderin" zu werden (russ.)  II (russ.)  III (russ.)
- Der Stab Tichanovskajas erklärt sich zu Verhandlungen mit dem Lukaschenko-Regime bereit (russ.)
- Chronik des 9. Tages (russ.)
- Auftritte diverser Behördenvertreter in verschiedenen Städten Weissrusslands (russ.)
- Rede Lukaschenkos vor Anhängern in Minsk am 16.8.  II (russ.)  III (russ.)
- Lukaschenko lässt für sich demonstrieren
- Ehemaliger weissrussischer Diplomat in der Schweiz distanziert sich vom Lukaschenko-Regime
- Botschafter von Belarus in der Slowaki äusserst sich solidarisch mit der Bewegung
- Orthodoxe Kirche ruft zur Beendigung der Konfrontationen auf
- Militärübungen an der Grenze zu Litauen (russ.)
- DW-Korrespondent nach 10 Tagen Haft wieder frei
- Baltische Staaten rufen Lukaschenko zu Neuwahlen auf
- Russland will Belarus im Ernstfall militärische Hilfe leisten  II (russ.)   III (russ.)
- Lukaschenko will Fallschirmjäger an die westliche Grenze von Belarus schicken
- Lukaschenko wird zum Problem und zur Belastung für sämtliche Beteiligten
- Lukaschenkos Geschäftsmodell ist gescheitert, obwohl es erfolgreich war
- WeissrussInnen demonstrieren in der Schweiz
- Video über den getöteten Demonstranten veröffentlicht. Die Behörden hatten über den Grund seines Todes gelogen (russ.)
- Trauertag für den getöteten Demonstranten von Minsk
- Lukaschenko bezeichnet de Demonstranten als "Kanonenfutter" (russ.)
- Das Regime will einen Strafprozess gegen Valerii Zepkalo wegen Korruption in Gang bringen (russ.)
- Chronik der Ereignisse des 7. Tages (russ.)
- Lukaschenko fürchtet Umsturz und warnt Putin vor farbiger Revolution
- Tichanovskaja verkündet die Errichtung eines Koordinationsrats zur Übergabe der Macht (russ.)
- Was ein russischer Journalist in einem Tag Polizeihaft erlebt hat
- Chronik der Ereignisse des 6. Tages (russ.)
- Video des 6. Tages (russ.)
- Lukaschenko in der Schweiz noch ein paar gewichtige Freunde
- In Belarus inhaftierter Schweizer ist wieder frei
- Zustände in den Gefängnissen wie in einem KZ der Nazis  II III
- Weissrussische Regierung lässt hunderte Demonstranten frei und entschuldigt sich für die Polizeigewalt
- Interview des "heute-Journals" mit Maria Kalesnikawa
- Kamen die OMON-Kräfte aus Russland?
- Weisse Frauen auf den Strassen und schlimme Verhältnisse in den Gefängnissen
- Chronik des 5 Protesttags (russ.)
- Weitere 700 Personen in Belarus festgenommen (russ.)
- EU-Aussenminister vereinbaren Sondertreffen zu Belarus
- "Wagner"S-öldner sollen bis Ende Woche an Russland übergeben werden (russ.)
- Nie dagewesene Gewaltorgie in Belarus
- Der Protest der Frauen in weissen Kleidern (russ.)  II (russ.)
- Kandidaten ausser Lukaschenko fordern Annulierung der Wahl (russ.)
- Schüsse auf Demonstranten in Brest  II (russ.)
- "Die Omon benimmt sich wie wilde Tiere": Wie die dritte Protestnacht verlief (russ.)
 - Schweizer in Weissrussland verhaftet
- Schweiz erwartet von den Behörden in Belarus Freilassung aller Personen, die infolge der Demonstrationen festgenommen wurden
- Warum sich die EU so schwer mit Belarus tut
- Gespräch mit Maria Kalesnikawa über das Schicksal ihrer MitstreiterInnen
- Liveticker der "Novaуa gazeta" vom 11.8. (russ.)
- 60 минут von RTR vom 11.08. über die aktuelle Entwicklung in Weissrussland (Achtung: bei dieser Sendung handelt es sich um eine russische Hetz- und Desinfomations-Talkshow)
- EU droht Minsk mit Sanktionen
- Lukaschenko geht zur Tagesordnung über (russ.)  II (russ.)
- Лукашенко, все новости | Украинская правда
- Александр Лукашенко — последние новости
- Berichterstattung vom 11.8.

- 7 Metrostationen im Zentrum von Minsk geschlossen (russ.)
- In Belarus festgehaltene russische Journalisten kehrten nach Russland zurück (russ.)
- Tichanovskaja nach Litauen ausgereist  II III IV V VI (russ.)
- Weissrussische Opposition verkündet Gründung eines "Komitees der staatlichen Rettung" (russ.)
- Aufruf von Svetlana Tichanovskaja (russ., Min. 6:15)
- Europa sollte maximalen Druck auf Lukaschenko ausüben
- Bisherige Opferbilanz: 5-6 Tausend Festgenommene, 200 Verwundete, 1 Toter (russ.)  II
- Mehr als 2000 festgenommene Personen am 2. Tag nach der Wahl (russ.)
- Bei den Protesten in Minsk verstarb eine Person (russ.)
- Livestream aus Minsk vom 10.8. II  III
- "Lukaschenko wird sich nicht mehr lange halten können". Gespräch mit Garri Kasparov (russ.)
- Der Westen trägt wieder einmal eine Mitchuld an der Tragödie von Minsk
- KGB von Belarus: Gegen Tichanovskaja wurde ein Attentat geplant (russ.)
- Tichanovskaja ruft zur friedlichen Übergabe der Macht an die Opposition auf und verzichtet auf weitere Teilnahme an Demonstrationen
- Lukaschenko: "Wir lassen unser Land nicht zerreissen"  II (Video, russ.)
- Lukaschenko über die weissrussisch-russischen Beziehungen nach der Wahl (Video, russ.)  II (russ.)
- Gratulation Putins zum Wahlsieg Alexander Lukaschenkos (russ.)
- EU verurteilt staatliche Gewalt in Belarus als "unverhältnismässig" und "nicht hinnehmbar"
- Lukaschenko sieht Drahtzieher im Ausland  II (russ.)
- Svetlana Tichanovskaja klagte bei der Wahlkommission wegen des gefälschten Wahlresultats (russ.)  II (russ.)
- Kommentare in der russischen Presse (russ.)  II (russ.)  III (russ.)  IV (russ.)  V (russ.)
- Reaktionen und Kommentare nach der Wahl (russ.)  II
- Svetlana Tichanovskaja anerkannt Wahlsieg Lukaschenkos nicht und erklärt sich selst zur Siegerin der Wahl (russ.)  II (russ.)   III
- Putin war einer der Ersten, der Lukaschenko gratulierte
- Weissrussische Wahlleitung verkündet Sieg Lukaschenkos  II (russ.)  III (russ.)

- Sicherheitskräfte gingen massiv gegen Demonstranten vor
- 3000 festgenommene Demonstranten in 33 weissrussischen Städten (russ.)  II (russ.)
- Livestream-Bilder und -Berichterstattung zu den Protesten nach der Wahl in Belarus  II (russ.)  IV (russ.) V (russ.) VI (russ.) VII (Belsat) VIII
- Berichterstattung vom 19.8. (russ.).
- Lukaschenko droht seinen Landsleuten mit roher Gewalt (russ.)
- Armee rückte auf den Strassen von Minsk an  II (russ.)
- Gewalt und Fälschungsvorwürfe bei Präsidentenwahl in Belarus
- Wenn Wahlmanipulation Tradition hat
- Mit aller Härte zum Sieg
- Lukaschenko greift zu Betrug und Gewalt  II
- Internet lahmgelegt und Journalisten festgenommen  II (russ.)
- Alles war für den Sieg vorbereitet
- "Из-под контроля ничего не выйдет" - Лукашенко о безопасности граждан во время президентских выборов (Video)
- Alexander Lukashenko casts his ballot in Belarus´ presidential election  II (russ.)
- Zu wenig Stimmzettel für wartende Stimmbürger
- "Über Nacht" verdreifachen sich Wahlteilnehmer
- Lukaschenko setzt sich gegen Manipulationsvorwürfe zur Wehr
- Lukaschenko: "Alles unter Kontrolle"
 - Stresstest für einen postsowjetischen Autokraten und sein politisches System
- Menschenrechtler warnten vor weiteren Protesten in Belarus
- Demonstrationen und Proteste vor der Wahl des Präsdenten in Belarus  II
- Zehntausende bei Oppositionskundgebungen in Belarus
- Tausende auf Oppositionskundgebungen in Belarus vor Präsidentschaftswahl  II III IV
- Russland an stabiler Lage in Belarus interessiert
- OSZE bezeichnet Wahl in Belarus als unfrei, unfair und undemokratisch; Wähler sollen Wahl beobachten
- Europas letzter Diktator und sein abgekartetes Spiel
- Lukaschenko: Unser Planet kann jederzeit "explodieren" (Sputnik News)
- Das System Lukaschenko wankt
- Nächster Majdan Minsk: Lukaschenko in Gefahr?

- Erwachen in Belarus
- So tickt der letzte Diktator Europas
- Lukaschenko pokert um die Macht
- Послание президента Лукашенко белорусскому народу  II III IV
- Anatolij Lebedko (Anatol Ljabedska)
- Führende weissrussische Oppositionelle Marija Kolesnikova festgenommen
- Lukaschenko-Herausforderer Babariko, Zepkalo und Tichanovskij (Cichanouski) bei Wahl nicht zugelassen  II III IV V
- DW-Korrespondent in Belarus verhaftet
- Drei Schauspieler und Regierungskritiker Roman Tschitko: "Ich möchte ein neus, freies Belarus"
- Der krude Antifeminismus Lukaschenkos (russ.)
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- Lukaschenko warnt bei Wahl vor Putschversuch in Belarus
- Auftrtt von Svetlana Tichanovskaja
- Mit der Peitsche gegen die Opposition
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- Lukaschenko wirft Opposition und rusischer Söldnergruppe Planung von Unuhen vor
- Präsidentschaftswahl 2020 in Belarus (Wikipedia)
- Versagen in der Corona-Krise verärgerte Weissrussen
- Die Morde von Minsk vor 20 Jahren
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- Schweiz versteckt sich hinter Worthülsen und hütet sich vor Kritik  II

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- Belarus oder Weissrussland? Die vielen Namen eines Landes

- Lukaschenko über die Krim, Zelenski und die Ukraine (russ., 9.2019)
- Лукашенко озвучил проблемные вопросы в правоохранительной сфере (8.2019)
- Фільм пра першыя гады кіравання Лукашэнкі | о первых годах правления Лукашенко
- "Lukaschenko. Politische Biographie" von Alexander Feduta (russ., html)  II III
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- Buchtipp: Reiseführer Weissrussland
- Wer ist Natalja Ejsmont ?
- Wer ist Sjanon Pasnjak ?
- Offizielle Website des Präsidenten Lukaschenko von  Belarus
- Tichon Dzjadko, Chefredaktor des Internet-TV-Kanals "Doschd", der Star der objektiven russischen Berichterstattung über die aktuellen Ereignisse in Belarus und der Dokumentation der Menschenrechtsverletzungen in diesem Land
- Weissrussland im 20. Jahrhundert
- Weissrussland - ein Staat ohne Nation  II  III IIIa IIIb
- belta.by   ont.by   news.tut.by    tvrain.ru    Nexta

 

 

Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Osteuropa und Russland (VI)

Russland verzeichnet mehr als eine halbe Million Corona-Virusinfizierte. Damit liegt das Land weltweit an dritter Stelle. Das könnte mit manipulierten und geschönten Zahlen zusammenhängen, denn der Kreml lügt wahrscheinlich systematisch wie gedruckt und verschweigt das wahre Ausmass der Pandemie im Land.


Indessen macht Russland nach eigener Darstellung Fortschriftte bei der Entwicklung eines Impfstoffes. Vermutlich handelt es sich um reine Propaganda.

Anfang Juli hat die Schweiz eine Liste von 29 Ländern veröffentlicht, bei denen Einreisende aus diesen Ländern sich in der Schweiz in eine 10-tägige Quarantäne begeben müssen. Von den Ländern Osteuropas sind Russland, Armenien, Aserbaidschan, Kosovo, Moldawien, Nordmazedonien, Serbien und Weissrussland (Belarus) betroffen.

Inzwischen hatten sich die Hotspots der Corona-Viruspandemie nach Indien, Brasilien und Nordamerika verlagert, wobei die Zahlen der Neuinfektionen auch in Europa wieder zunahmen. Ende des Monats hatten sich laut WHO innerhalb eines Tages weltweit 292 Tausend Menschen angesteckt. Die meisten neuen Infektionsfälle gab es in den USA mit insgesamt 172 Tausend Ansteckungen.

Russland belegt Rang 4 im Corona-Ranking

In Russland blieb die Zahl der Virus-Neuinfektionen im August stabil um die Marke von 5000. Die Behörden melden 5267 Ansteckungen binnen 24 Stunden und damit seit dem 20. Juli weniger als 6000 neue Fälle. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen steigt auf 871'894. Das sind nach den USA, Brasilien und Indien die viertmeisten weltweit. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 116 auf 14'606. Im Vergleich zu anderen Staaten ist die Zahl eher niedrig.

Mitte August verzeichnete Russland gut 925 Tausend Coronavirus-Infizierte, bei einem täglichen Anstieg von 5000 Neuinfektionen. Bislang waren 15´707 Personen in Verbindung mit dem Virus gestorben.

Weltweit sind bisher mehr als 766 Tausend Menschen nachweislich an oder in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Die meisten Todesfälle verzeichnen Indien mit täglich etwa 62 Tsd. Neuinfizierten, die USA (51 Tsd.), Brasilien (44 Tsd.), Kolumbien (12 Tsd.), Peru (6800), Mexiko (6000) und Spanien (4100). Weltweit sind bis Mitte August 7,72 Millionen aktive Fälle registriert worden, davo waren 13 Mio. genesen. Am 16. August gab es fast 260 Tausend Neuinfizierte (Trend über 14 Zage: plus 1%) und 5653 Verstorbene.

 Russland lässt neuen Anti-Corona-Impfstoff zu

Am 12.8. liess Putin überraschend den angekündigten russischen Anti-Corona-Impfstoff "Sputnik V" zu. Vermutlich handelt es sich um eine reine Propgandaaktion, um einen Bluff Putins, um seine Popularität zu erhöhen. Der Kurs des Rubels schnellte unverzüglich in die Höhe.

Die Reaktionen der Experten aus Deutschland und anderen Ländern waren prompt negativ: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die Zulassung eines Anti-Corona-Impfstoffes in Russland scharf kritisiert. "Die Zulassung eines Impfstoffs ohne die entscheidende dritte Testreihe halte ich für ein hochrisikantes Experiment am Menschen", sagte Reinhardt in der "Rheinichen Post". es dränge sich der Eindruck auf, dass es sich um eine populistische Massnahme eines autoritär regierten Staates handle, der der Weltgemeinschaft seine wissenschaftliche Leisungsfähigkeit demonstrieren möchte, so der deutsche Ärztepräsident. Auch der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, hat in den "Tagesthemen" die russische Zulassung eines Corona-Impfstoffs kritisiert. Er bemängelte, dass bei dem zugelassenen Impfstoff in Russland "die statistisch signifikanten Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten nicht erhoben worden" seien. Nur etwa 23% der Russen sollen bereit sein, sich diesen Impfstoff geben zu lassen.

Hyperlinks dazu:

- Offizielle russische Angaben des Moskauer Oberbürgermeisteramts (russ.)
- The Latest News from The Moscow Times
- Rosstat: Im Juli starben in Russland 10 Tsd. Menschen am Corona-Virus (russ.)
- Mehr als 1 Million COVID-19-Infizierte in Russland (russ.)
- Interview mit Putin über die Entwicklung der Pandemie (27.8., russ.)
- Russland statet grosse Impfstoff-Studie
- Bundesärztekammer nennt rusischen Corona-Impfstoff "hochriskantes Experiment am Menschen"
- Paul-Ehrlich-Institut warnt vor russischem Corona-Impfstoff
- Russland lässt Anti-Corona-Impfstoff "Sputnik V" zu  II III
- Russland von der neusten Schweizer Corona-Liste entfernt
- Offizielle Angaben des russischen Aussenministeriums (engl)
- Anti-Corona-Impfstoff in Russland im Herbst?
- Angeblich Fortschrittfe bei der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffes in Russland

- Corona in Russland: Unvollständige oder geschönte Zahlen
- Russland droht Verdopplung der Arbeitslosenzahl


Weitere Informationen zum Thema Corona-Pandemie nach Ländern:

- EU geht gegen Ungarns Einreiseverbot vor
- Ungarn schliesst am 1. September seine Grenzen wegen steigender Corona-Zahlen

- Weissrussland zählte am 22.8. 68´577 Covid-genesene und entlassene -Patienten (russ.)
- Neue Risikogebiete an Kroatiens Küste
- Länder in Europa, die zur Zeit in Deutschland als Corona-Risikogebiete eingestuft sind
- Quarantänepflicht für Reisende aus Albanien nach CH. Serbien entfällt von der CH-Liste.
- In Belarus gibt es am 10.8. 65 Tausend registrierte Corona-Fälle
- Lukaschenko will Coronavirus-Infektion überstanden haben  II
- Über 1000 neue Corona-Fälle in der Ukraine an einem Tag am 10 August
- Aktuelle Angaben nach Ländern (Juli 2020)
- Corona-Höchstwerte in Polen
- Quarantänepflicht für Reisende aus der Schweiz in Lettland und Litauen

- Schweiz setzt Bosnien-Herzegowina und Montenegro auf Corona-Liste und entfernt Weissrussand
- Schweiz veröffentlicht Liste von "Quarantäne"-Staaten

- Russland-Corona-Eilmeldungen Liveticker
- Reiseinformationen des Auswärtigen Amts (BRD)  II
- Offizielle Reiseinformationen des weissrussischen Aussenministeriums (engl
- Offizielle Reiseinformationen des ukrainischen Aussenministeriums (engl
- Offizielle Reiseinformationen des estnischen Aussenministeriums (engl)  II
- Offizielle Reiseinformationen des lettischen Aussenministeriums (engl)  II
- Offizielle Reiseinformationen des litauischen Aussenministeriums (engl)  II III
- Offizielle Reiseinformationen des kroatischen Innenministeriums (engl)  II III
- Offizielle Reiseinformationen des tschechischen Innenministeriums (engl)
- Offizielle Reiseinformationen des georgischen Aussenministeriums (engl)
- Offizielle Reiseinformationen der polnischen Regierung (engl)
- Aktuelle Lage Slowenien

- Offizielle russische Angaben des Moskauer Oberbürgermeisteramts (russ.)
- The Latest News from The Moscow Times
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Tschechien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in der Slowakei
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Polen
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Ungarn
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Estland
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Lettland
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Litauen
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Slowenien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Kroatien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Serbien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Bosnien-Herzegowina
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Nord-Mazedonien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Kosovo
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Montenegro
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Rumänien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Bulgarien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Albanien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Russland
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Weissrussland
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Ukraine
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Moldawien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Armenien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Georgien
- Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Aserbaidschan

Weitere Themen:

- Regierungschef des Kosovo Covid-19-infiziert - 2 Wochen Quarantäne



Russland: Fortsetzung der Massenproteste in Chabarovsk nach Verhaftung
des Gouverneurs

Nach der Verhaftung ihres Gouverneurs Sergej Furgal gehen die Menschen von Chabarovsk seit dem 11. Juli wochenlang in Massen auf die Strasse und verlangen die Freilassung und Wiedereinsetzung Furgals. Bei den Protesten gab es auch die Forderung nach einem Rücktritt Putins.

2018 hatte der Geschäftsmann und LDPL-Aktivist die Gouverneurswahl unerwartet gegen den vom Kreml bevorzugten Kandidaten gewonnen. Die Wähler von Chabarovsk waren so zufrieden mit ihm und so unzufrieden mit der Kremlpartei, dass Furgal auch die Wahlen zum Regionalparlament gewann. Dies alles verursachte grosses Aufsehen im In- und Ausland. Am 9. Juli 2020 setzte der Kreml dieser Erfolgsgeschichte ein Ende und liess Furgal vor laufender Kamera verhaften. Zum Vorwurf werden ihm die angebliche Beteiligung an Auftragsmorden vor 15 Jahren gemacht. Furgal wurde nach Moskau gebracht und sitzt dort jetzt in U-Haft. Furgal weist jegliche Anhschulidgungen zurück. Im russischen Staatsfernsehen, das die Proteste von Chabarovsk verschweigt, wurden verschiedene angebliche Zeugen von Opfern der Auftragsmorde gezeigt. Viele Chabarovsker zweifeln an der Schuld Furgals und fragen sich, warum ausgerechnet jetzt gegen ihn Anklage erhoben wird. Furgal wurde von Putin per Dekret wegen "Vertrauensverlusts" entlassen und durch einen provisorischen Gouverneur ersetzt, der vom Volk Chabarovsks abgelehnt wird. Videos in sozialen Netzwerken zeigten, wie um Chabarovsk militärische Einheiten zusammengezogen wurden.

Am 9. Juli durchsuchten Ermittler auch Wohnungen und Büros der Moskauer Lokalpolitikerin Julija Galjamina von der Bewegung "Offenes Russland", die der ehemalige Erdölmagnat Michail Chodorkovskij gegründet hatte. Galjamina hatte ein von 200 Abgeordneten aus 26 Regionen Russlands unterzeichnetes Protestschreiben gegen den "Verfssungsumsturz" veröffentlicht. Nach der gewonnen Abstimmung war Beobachtern ein verstärktes aggresves Auftreten der russischen Behörden gegen Regimekritiker aufgefallen. Die Repression in Russland hat danach eine neue Qualiät erreicht. Es fragt sich, wie lange die russische Bevölkerung dies noch zu tolerieren bereit ist.

Hyperlinks dazu:

- Сергей Фургал заявил в суде о давлении и угрозах
- Троих жителей Забайкалья оштрафовали за «переименование» поселка в «Путин вор»
- 36. Protesttag in Chabarovsk (15.8., russ.)  II (russ.)  III (russ.)  IV (russ.)  V (russ.)  VI (russ.)  VII (russ.)
- Лавров выступает на форуме «Территория смыслов» und geifert gegen den Westen
- Chabarovsk, die Stadt, die gegen Putin aufsteht
- Chabarovsk fordert den Kreml heraus  II
- Chabarovsk fordert Putins Rücktritt
- Nicht für LDPL, sondern gegen die Kremlpartei
- Russlands Osten begehrt auf  II
- Behörden gehen mit List und Tücke gegen Proteste vor
- Putins Rachefeldzug gegen einen erfolgreichen Konkurrenten
- Fortgesetzte Massenproteste in Chabarovsk II III IV IV  IV  IV  IV
- Putin ernennt neuen provisorischen Gouverneur von Chabarovsk (russ.) II III
- Putin setzt Gouverneur ab
- Хабаровск протестует 29-й день подряд. Спецэфир Дождя (Video, 2,5 Std., russ.)
- Massenprotest in Chabarovsk für Freilassung von Sergej Furgal  II III
- Gouverneur von Chabarovsk wegen Mordverdachts verhaftet  II III IV V VI
- Stresstest für Autokraten
- Repression in Russland erreicht neue Qualität

 

Weitere Themen:

September:
- Poroschenko jetzt auch auf der Sanktionsliste Russlands (russ.)
- Hauptverdächtiger im Mordfall Jan Kuciak von slowakischem Gericht freigesprochen  II
- Wieder Proteste, Strassenschlachten und Festnahmen in Sofia, Bulgarien

 August:
- Friedensnobelpreisträger Lech Walêsa warnt bei Solidarnoœæ-Jubiläum vor Populismus
- Schwere Verluste für Regierungspartei von Milo Ðukanoviæ in Montenegro  II III IV V
- Viktor Vekselberg zerrt Postfinance vor Gericht
- Mladiæ-Anklage: Lebenslang ist einzige gerechte Strafe
- Serbischer Ex-General Mladiæ fordert Aufhebung des Urteils und Freispruch
- Russland nutzte Unerfahrenheit und Naivität des Trump-Teams für seine Zwecke aus
 - Euro kostete am 25.8. über 89 Rubel (russ.)
- Andrej Kurkov in Bern  II
- FSB hat den ehemaligen "Kommersant"-Journalisten Ivan Safronov damit beauftragt, sich einer psychologischen und psychiatrischen Untersuchung am V.P. Serbskij Institut zu unterziehen. (russ.)
- Церемония открытия военно-технического форума «Армия-2020» mit Ansprachen Putins und Mischustins (hier kann man den Aufmarsch von mit Russland /militärisch/ befreundeten Staaten sehen)
- US Senate Intelligence Committee Confirms Russian Interference In 2016 Elections  II
- Untergang des russischen U-Boots "K 141 Kursk" vor 20 Jahren  II III IV V VI VII
- Einkommen Putins erhöhte sich 2019 um 1 Mio. Rubel auf 9,7 Mio. (russ.).
- Ungarn schliesst ungewöhnlichen Rüstungsdeal mit USA ab
- Russischer Schauspieler Michail Jefremov nach Infarkt bewusstslos aus Gerichtssaal abgeführt   II (russ.)  III  IV (russ.)
- Zur Vergleichbarkeit von Putin und Orbán (Schweizerdeutsch, SRF-Sendung)
- Duda wurde unter dem Boykott der Opposition im Parlament vereidigt
- Dauerproteste gegen die bulgarische Regierung und Korruption in Sofia

- Film: Leben m Tal der Rosen (Bulgarien)
- Buchtipp: Dacia felix
- Nachrichten auf Burjätisch  - Bürjätisches Konzert  II  III  - Tuwinische Musik

 

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